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Evangelischer Posaunenchor feiert 110. Geburtstag
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Mit einem Konzert und Festgottesdienst beging die Kirchengemeinde Großseelheim das besondere Jubiläum ihres Posaunenchores

 

Großseelheim. In diesem Jahr wurde der Ev. Posaunenchor Großseelheim 110 Jahre alt. Ein stattliches Alter, doch kein Grund, müde zu werden! So wurde bereits im Sommer im Rahmen eines gemütlichen Abends mit Musik und Tanz gefeiert. Den krönenden Abschluss aber bildeten nun Konzert und Festgottesdienst zum Jahresende.

Der Chor unter der Leitung von Philip Schütz hatte ein abwechslungsreiches Programm einstudiert, das von geistlicher bis zu weltlicher Literatur, von altvertrauten bis hin zu neuen Tönen alles zu bieten hatte. Nach dem Eingangsstück „Splendor of Brass“ von Martin Schlotz begrüßte Christiane Hofmann vom Kirchenvorstand alle Konzertbesucher ganz herzlich. Zusammen mit Pfarrer Oliver Koch führte sie durchs Programm. Nach einem geistlichen Block mit der Psalmvertonung „Wie lieblich sind deine Wohnungen“ von Gustav Merkel sowie dem Klassiker „Sanctus“ von Franz Schubert, war das Konzertstück „Yellow Mountains“ von Jacob de Haan zu hören.

Ein Höhepunkt des Konzertes waren sicher die Interviews, die von den Moderatoren mit den beiden „Dienstältesten“ im Posaunenchor, den Bläsern Philip Schröder und Ludwig Klingelhöfer, sowie der jüngsten Bläserin, Ylva Koch, geführt wurden. Die beiden Ältesten erzählten, wie das früher so war mit den Blasstunden und wie sie selbst ans Instrument gekommen waren. Ylva Koch schwärmte von den Ständchen und ihrem Lieblingsstück, „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“, das bald darauf erklang.

Bei den „Klängen aus Irland“ in einer Bearbeitung von Günter Henze trat Sebastian Stricker aus Bottendorf am Euphonium als Solist auf. Er wird in Zukunft die Jungbläserausbildung in Großseelheim leiten. Chorsprecher Heiner Reinhardt blickte mit den Konzertbesuchern zurück in die lange Geschichte des Posaunenchores, während Chorleiter Philip Schütz Jung und Alt herzlich dazu einlud, ein Blasinstrument zu erlernen und so die Zukunft des Chores zu sichern.

Mit „One Moment in Time“ und „Puente Pexoa“ fanden zwei moderne Stücke Einzug ins Programm. Bei der Choralvertonung „Bleib bei mir, Herr“ waren die mehr als 200 Zuhörer eingeladen, mitzusingen. Nach Gebet und Segen folgte das letzte Stück: „Highland Cathedral“. Der Applaus an die 22 Bläserinnen und Bläser war mehr als verdient. Und die bedankten sich wiederum auf ganz besonderen Art: Sie zogen gemeinsam mit der Gemeinde aus der Kirche aus und spielten dazu „Ade zur guten Nacht“ – ein stimmungsvoller Abschluss eines wunderbaren Konzertabends!

Schon am nächsten Morgen war die Kirche wieder voll! Auch im gottesdienstlichen Rahmen wurde das Jubiläum begangen. Wieder war der Ev. Posaunenchor zu hören, aber auch die Jungbläser unter der Leitung von Margret Gade gestalteten den Gottesdienst mit. Sie brachten das Instrumentalstück „Manuelita la tortuga“ aus Argentinien sowie das Vorspiel zu „Gott gab uns Atem, damit wir leben“ von Reinhard Gramm zu Gehör. Pfarrerin Evelyn Koch nahm in ihrer Predigt noch einmal die Jahreslosung aus Hesekiel 36,26 auf, in der von Erneuerung die Rede ist. Derer bedarf es in 110 Jahren gemeinsamen Musizierens und auch in Zukunft immer wieder. Und so überreichte sie dem Chor als Geburtstagsgeschenk das Posaunenchorbuch zum neuen EGplus.

Im Anschluss an den Gottesdienst war die ganze Gemeinde zu Mittagessen und Kaffeetrinken ins DGH eingeladen, wovon sie auch reichlich Gebrauch machte. Natürlich erklang auch hier wieder Musik, es wurden Glückwünsche aus Politik und Kirche sowie von den örtlichen Vereinen überbracht, und hier war auch Zeit, treue Chormitglieder für lange aktive Mitgliedschaft zu ehren. So ging ein Jubiläumsjahr zu Ende, doch der Blick ist in die Zukunft gerichtet!

Bilder: Chor während des Konzertes, Ehrungen

Foto und Text: Evelyn Koch