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Lieder in dunklen Stunden
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Bewegende Momente beim Trostkonzert mit Njeri Weth

Allerheiligen, Volkstrauertag, Ewigkeitssonntag – der November mit seiner früh einsetzenden Dunkelheit ist auch der Monat der Erinnerung. So haben der evangelische Kirchenkreis Kirchhain und die evangelische Kirchengemeinde Herrenwald Njeri Weth am 25. November 2018 um 17 Uhr in die ev. Stadtkirche zu Stadtallendorf gemeinsam mit David Heise an den Percussions und Daniel Schunn am Piano zu einem Trostkonzert eingeladen – und als Überraschungsgast las Johannes Weth seine Texte. Jedes Jahr im November ist Njeri Weth mit ihrem Trostkonzert unterwegs: „Ich will für Menschen singen, die Trost brauchen. Mein Mann Johannes ist Theologe, zusammen wollten wir diese besondere Form der Trostandachten weiterentwickeln, und ich wollte tröstende Lieder singen. So entstand die Idee des Trostkonzerts. Selbst begonnen haben wir dann an Allerheiligen im Jahr 2004 in einer Friedhofskapelle in Düsseldorf.“ Ihr Programm heißt passend „Lieder in dunklen Stunden“ und umfasst zumeist selbst komponierte Soul- und Gospelsongs mit christlichem Inhalt. Ihre Lieder heißen „Lass mich nicht los“, „Ich rufe dich“ oder „Halte still“. Bewegende Momente waren beim Lied „Ich rufe dich“ zu spüren, als Njeri Weth die Bühne verließ und ohne Mikrofon der ganze Kirchenraum sich füllte mit dem Schrei: Ich rufe dich! oder fast alle Besucher in der Mitte des Konzerts Namen von Verstorbenen oder Namen derer, die ihnen besonders am Herzen liegen auf vorbereitete Trostkarten schrieben, hierfür Lichter entzündeten und jeder Name laut vorgelesen wurde – ein Moment des Loslassens. Njeri Weth: „Wir haben zu viel Last auf den Schultern und werden erdrückt von den Sorgen und Ängsten. Ich sage dann: Lasst diese Sorgen los und bringt sie vor Gott.“ Am Ende standen die Zuschauer auf und machten durch ihren anhaltenden Applaus deutlich: „Vielen Dank Njeri Weth für deine wunderbare Stimme, die Lieder voller Kraft und Ausstrahlung, für den Trost, den du in die dunklen Stunden unseres Lebens gebracht hast.“ Und Pfarrer Thomas Peters war sich sicher, dass  dies nicht das letzte Trostkonzert in unserer Kirchengemeinde gewesen ist, weil dieser Abend deutlich gemacht hat, dass der November zwar ein trauriger Monat ist, aber er nicht ‚trostlos‘ sein muss.  

Bericht und Foto: Thomas Peters