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Theologie im Paradies im Calderner Paradiesgarten am 24. August um 16.00 Uhr
plakat-2019

Zwischen Jerusalem und Athen. Die vielen Götter und der eine Gott

Am Samstag, 24. August 2019, 16.00 Uhr, diskutieren im Klostergarten Caldern („Paradies“) die emeritierten Marburger Professoren Prof. Dr. Arbogast Schmitt (Klassische Philologie) und Prof. Dr. Rainer Kessler (Altes Testament) über das Thema: 

Zwischen Jerusalem und Athen. Die vielen Götter und der eine Gott

Der Monotheismus ist ins Gerede gekommen. Viele werfen den monotheistischen Religionen, also dem Judentum, Christentum und Islam, eine gefährliche Nähe zur religiös motivierten Gewalt vor. Der Vorwurf stützt sich nicht nur auf das tatsächliche Vorkommen fundamentalistischer gewalttätiger Strömungen in diesen Religionen, sondern geht tiefer. Es wird behauptet, der Glaube an nur einen Gott, verbunden mit dem Anspruch auf Wahrheit und Ausschließlichkeit, sei die Ursache, die mehr oder weniger notwendig zu Gewalt gegen anders Denkende und Glaubende führen müsse.

Einige halten demgegenüber den Glauben an eine Vielzahl von Gottheiten, die die Kräfte der Welt und des Lebens verkörpern, für wesentlich friedlich. Die Götter beanspruchten keine Ausschließlichkeit, und man könne sie ohne weiteres von einer Religion in die andere übersetzen, weil sie ja eigentlich Naturkräfte verkörperten.

In der Diskussion soll die Entstehung des Monotheismus im Alten Testament auf dem Hintergrund des Glaubens an eine Vielzahl von Gottheiten im übrigen Altertum erörtert werden. Dabei wird nach den Ursachen gefragt, danach, wie scharf der Gegensatz wirklich ist, und welche Folgen sich für das friedliche Zusammenleben der Menschen ergeben.

Text und Plakat: Prof. Dr. Rainer Kessler