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Glocken im Kirchenkreis läuten zum Gebet
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Corona-Krise verändert das kirchliche Leben 

Die Coronakrise verändert derzeit auch das Leben Gläubiger im Evangelischen Kirchenkreis Kirchhain. Nach mehreren Beratungen haben sich die Pfarrer*innen der Kooperationsräume zusammen mit Dekan Hermann Köhler in verschiedenen Bereichen auf gemeinsame Empfehlungen für die Gemeinden geeinigt. 

Gemeinschaftliche Zusammenkünfte waren bisher eine tragende Säule jeder Glaubensgemeinschaft. Doch hier ist die Kirche mittlerweile besonders eingeschränkt, da vor allem Gottesdienste weder in den Kirchen noch an sonstigen Orten abgehalten werden dürfen. Auch Hochzeiten, Taufen oder Konfirmationen bilden keine Ausnahmen der aktuellen Versammlungseinschränkungen und müssen auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Selbst bei Bestattungen ist an vielen Orten die örtliche Kapelle tabu. Die Trauerfeiern dürfen meist nur unter freiem Himmel und in engstem familiären Rahmen von maximal fünf Personen (nach derzeitigem Stand) abgehalten werden. 
 

Trotz aller Umstände, die sich darüber hinaus jeden Tag ändern, versucht die Kirchen weiterhin für ihre Gemeinden da zu sein. Kirchen, die bisher tagsüber immer geöffnet waren, werden auch weiterhin – unter Berücksichtigung der derzeitigen Hygienestandards – für Einzelne zum Gebet geöffnet sein. In den offenen Kirchen liegen Gebetstexte zum Mitnehmen aus.

Da während der Coronakrise auch keine gemeinsamen Andachten mehr abgehalten werden dürfen, möchte der Kirchenkreis alle Gläubigen auf andere Weise im Gebet vereinen und empfiehlt daher seinen Gemeinden, die Kirchturmglocken zweimal am Tag – jeweils um 12:00 Uhr und um 18:15 Uhr – zum Gebetsläuten erklingen zu lassen. „Im Gebet für unsere Nächsten wächst die Kraft für deren Handeln. Das Gebetsläuten soll allen Menschen Trost spenden, die momentan in Angst und Sorge sind, denen, die in Quarantäne leben müssen und jenen beistehen, die – wie die im Gesundheitsdienst Tätigen – unsere Gesellschaft weiterhin am Laufen halten“, so Dekan Hermann Köhler. Auch wenn sich die Gemeinden beim Abendgebet nicht in den Kirchen werden versammeln können, werden für sie stellvertretend die Pfarrerinnen und Pfarrer im Fürbittengebet für Einzelne, die Gemeinde und für die Menschen in der Welt beten. Gebetsanliegen können Gemeindemitglieder den Pfarrerinnen und Pfarrern über von der jeweiligen Gemeinde festgelegte Kanäle (z.B. SMS, E-Mail, Posteinwurf) zukommen lassen. Darüber hinaus werden zahlreiche Kirchengemeinden die Möglichkeit schaffen, dass auf Wunsch für die Gebetsanliegen eine Kerze in der Kirche entzündet wird.  

 

Neben dem täglichen Gebetsläuten werden darüber hinaus zahlreiche Online-Angebote geschaffen, die stellvertretend zu den Gottesdiensten genutzt werden können. So zeichnen vereinzelt Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer Predigten per Video auf und veröffentlichen diese auf den Internetseiten und Sozialen Plattformen ihrer Gemeinde und auch die Landeskirche produziert sogenannte Online-Andachten ( www.ekkw.de). Darüber hinaus wird der Kirchenkreis Kirchhain jeden Sonntag eine eigene Online-Andacht veröffentlichen. Diese werden jeweils in verschiedenen Gemeinden des Kirchenkreises aufgezeichnet, um bewusst die lokalen Anknüpfungspunkte, wie z.B. bekannte Gesichter und bekannte Kirchen in den Vordergrund treten zu lassen. Die erste Online-Andacht mit Dekan Hermann Köhler wird zum Beginn der Sommerzeit, am 29. März ihre Premiere auf dem YouTube Kanal des Evangelischen Kirchenkreis Kirchhain sowie auf dessen Facebookseite ( www.facebook.com/kirchenkreiskirchhain) feiern. Schon am kommenden Sonntag (22.3.) wird eine Online-Andacht mit Pfarrerin Sandra Niemann aus der Kirche in Goßfelden auf der Homepage des Kirchenkreises abrufbar sein. 

 

Weitere Informationen und Online-Angebote sowie Angebote in den Sozialen Medien können über die Homepage des Kirchenkreises ( www.kirchenkreis-kirchhain.de) abgerufen werden.  

 Bericht und Foto: Frank Wagner