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Von Beethoven bis Queen
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Bezirkskantor Peter Groß wird 60

Beethoven, Mozart, ABBA, Queen, Pink Floyd, Klassik, Rock, Pop, Schlager, Oper, Kirchenmusik, Tanzmusik, Gospel, … - zu jedem Stichwort kommen sofort Texte, Noten, Melodien in seinen Kopf. Ein Leben von Anfang an geprägt durch Musik: Die Mutter singt gerne, der Vater, der autodidaktisch mehr als zehn Musikinstrumente spielte und viele Jahre als Organist tätig war, vererbte das Musik-Gen an seinen Sohn Peter Groß. Er bekam bereits als Neunjähriger Klavierunterricht, mit 12 Jahren gab es zusätzlich Orgelunterricht.

Die damalige Jugendpfarrerin Tosca von der Ahé prägte ihn mit vielfältigen Musikangeboten in seiner Heimatgemeinde Gemünden/Wohra. Nach der erfolgreich abgelegten C-Prüfung in Schlüchtern, der höchsten Prüfung, die man als im Nebenamt an der Orgel ablegen kann, empfahl ihm Tosca von der Ahé schon mit 16 Jahren zur Aufnahmeprüfung der Kirchenmusik nach Herford zu gehen, denn mit entsprechendem Können und Talent werde man so jung schon zum Studium zugelassen. So kam es, dass er schon im Alter von 21 Jahren examinierter Kirchenmusiker wurde - ein Alter, in dem manch einer nach Abitur und Bundeswehr erst mit dem Studium anfing!

Das frühe Spielen sonntags im Gottesdienst war für ihn in all den Jahren nie eine Belastung. Er fuhr während des Studiums jedes Wochenende vom Studienort Herford zu seinem Heimatort Gemünden und machte dort - auch schon als 14-jähriger - bis in die Nacht Tanzmusik in der Tanzkapelle seines Vaters. Später war er auch als Alleinunterhalter am Keyboard unterwegs. Nach wenigen Stunden Schlaf spielte er anschließend die Orgel in zwei Gottesdiensten. Das blieb bis zur Jahrtausendwende so!

Bezirkskantor wurde er 1988 in Kirchhain. Eine seiner ersten Schülerinnen war für kurze Zeit die 60-jährige Frau Liesel Edwins-Noll-Matyba, die auch heute noch mit 90 Jahren die Orgel in der Kapelle auf der Amöneburg spielt. Viele weitere Orgelschüler sollten folgen. Auch seine Ehefrau Lilia war eine seiner Schülerinnen. 

Es kam der Wunsch nach einem Eigenheim, doch leider war das Bauen in Kirchhain teurer als in Stadtallendorf, sodass die beiden ihren Wohnsitz nach Stadtallendorf verlegten. Dort kamen dann auch die beiden Kinder Jennifer und Florian zur Familie hinzu. Wir gratulieren schon jetzt zur diesjährigen Silberhochzeit im August ganz herzlich.

Es war wohl ihr besonderes Glück, dass sie ihre Silberhochzeitsreise auf die Seychellen schon im Februar antreten konnten. Zurzeit wäre diese geplante Reise sicher nicht möglich. Mehrere Fernreisen mit und ohne Kinder wurden bereits unternommen. Mit Eintritt in den Ruhestand 2023 wird er sich mehr dem beliebten Reisen aber auch seinem weiteren Hobby dem Lesen der Bücher aus dem Bereich Philosophie, Theologie sowie den  Neurowissenschaften widmen können.

Muss man eigentlich nach knapp 5000 Gottesdiensten und rund 1800 Konzerten als Musiker oder Chorleiter eigentlich noch üben? „Ja“, sagt Peter Groß, er übe immer noch; „dabei geht es weniger um Technik als um das Erlesen der Notenpartitur. Nur das, was optisch wahrgenommen wird, kann künstlerisch umgesetzt werden.“

Es gäbe noch so viel zu erzählen, denn in seiner Zeit als Bezirkskantor hat er mit vielen Musikern, Pfarrern, Dekanen, Chorsängern, Orgelschülern usw. gearbeitet. Auch über seine Tätigkeiten als Chorleiter, konzertierender Organist, Initiator der Bauerbacher Musiktage oder als Dozent an der Musikschule in Schlüchtern gäbe es noch viel zu berichten.

Zurzeit leitet er den Gospelchor des Kirchenkreises.

Zum 60. Geburtstag im April wünschen wir nachträglich noch alles Gute und Gottes Segen.                                                

Text: Redaktionsteam Kirchengemeinde Kirchhain, Fotos: von Peter Groß zur Verfügung gestellt

 

 

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