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Abschied von Heinrich Trier
21-07-15-heinrich-trier

Nachruf von Dekan Hermann Köhler

Herr Heinrich Trier starb nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 71 Jahren.

Die schwere Krankheit und der Tod von Heinrich Trier geht uns allen, die wir im Dekanat, im Kirchenkreis und auf der Ebene der Landeskirche so lange und so eng mit ihm zusammengearbeitet haben, sehr nahe.  

Ich möchte mit ein paar wenigen Worten meine Anerkennung und meinen Dank für das Wirken des Verstorbenen in unserer Kirche zum Ausdruck bringen. 

Weit über 30 Jahre lang war Heinrich Trier Mitglied der Kreissynode und 25 Jahre lang Mitglied des Kirchenkreisvorstandes und damit zu einem erheblichen Teil mitverantwortlich für die Geschicke des alten Kirchenkreises Kirchhain und für den nach den Strukturveränderungen neu gebildeten größeren Kirchenkreis. Heinrich Trier kannte die Region Marburg/ Kirchhain und die kirchlichen Strukturen wie kein anderer, die zahlreichen Gremien, in denen er mitgearbeitet hat, konnten von seinem Wissen, seiner Erfahrung und von seinem stets wohlüberlegten Rat profitieren.

Als Mitglied des Verwaltungsausschusses des kirchlichen Rentamtes hat er vor Jahren die Weiterentwicklung zu unserem heutigen Kirchenkreisamtes kritisch und konstruktiv begleitet. Im Kirchenkreisvorstand, in der Kreissynode und im Finanzauschuss unseres Kirchenkreises habe ich Herrn Trier als sehr klugen, kompetenten, immer freundlichen, kritischen und sehr engagierten Finanzexperten kennen und schätzen gelernt. 

Wenn es in den Sitzungen unserer Gremien um schwierige Entscheidungen oder strittige Fragen ging, konnte man sich auf seinen gut begründeten Rat verlassen. Seine Meinung hatte Gewicht und zeigte klare Perspektiven auf.

Nicht nur seiner Kirchengemeinde und dem Kirchenkreis hat er sein ehrenamtliches Engagement und besonders sein Fachwissen zur Verfügung gestellt. Auch die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat davon profitiert. Seit 2010 war Herr Trier Mitglied der Landessynode und Mitglied im Finanzausschuss der Landeskirche. Von 2014 bis 2020 war er zudem Vorstandsmitglied im Vorstand der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds und war mit dafür verantwortlich, dass in unzähligen Kirchen unserer Landeskirche mit Stiftungsmitteln eine Innenrenovierung durchgeführt werden konnte. 

Für all das hat er seiner Kirche sehr viel von seiner Zeit zur Verfügung gestellt. 

Auch im Namen der Landeskirche, insbesondere im Namen des Vizepräsidenten Herrn Dr. Knöppel und im Namen unserer Bischöfin Frau Dr. Hofmann darf ich meinen großen Dank zum Ausdruck bringen.  Unsere  Anteilnahme gilt seiner Ehefrau und allen Angehörigen.

Ich danke Heinrich Trier sehr für all seine Freundlichkeit und für seinen langen treuen Dienst in unserer Kirche als ein guter Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.

Einem Menschen zu danken, der aus seinem Glauben heraus sein Leben in den Dienst für andere Menschen gestellt hat, heißt auch immer, Gott zu danken, der die Kraft und das Gelingen dazu gab. 

Ihm danken wir und ihm vertrauen wir den Verstorbenen nun an. Gottes Licht leuchte ihm. Möge Heinrich Trier nun das sehen und erfahren dürfen, woran er geglaubt hat. Wir hoffen und beten für  ihn, dass Gott ihn nach der langen und schweren Zeit der Krankheit  nun in seine Armen schließt, der Gott, der aus dem Nichts das Dasein schafft und der die Toten zu einem neuen Leben in seiner Herrlichkeit ruft. 

Amen

Foto: Peter Lauritis